Vom Bewusstsein hängt ab, wie wir leben. Durch Bewusstsein entsteht Lebenskapital.
Berndt Schramm, Begründer der Integralen Neurobiogischen Therapie

ZUM THEMA BEWUSSTSEIN

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wurden schon unzählige Theorien und Fachbücher veröffentlicht. Es mag etwas überheblich klingen, aber die meisten der in zahllosen Büchern beschriebenen Erklärungsversuche zu diesem Thema basieren noch auf dem von Isaac Newton begründeten mechanistischen Weltbild. Das Problem: Mit diesem Weltbild war es bislang nicht möglich, so fundamental wichtige Phänomene wie das Bewusstsein, das Leben oder die Liebe zu erklären.

Einer der wichtigsten Pioniere, die zur Entwicklung eines neuen Denkens beigetragen haben, war der Nobelpreisträger für Physik Werner Heisenberg. Er erkannte,
dass die Wirklichkeit keine berechenbare, objektiv existierende Realität sein kann,
dass sie nicht unabhängig von uns ist,
dass wir nicht nur Beobachter, sondern Mitschöpfer unserer Wirklichkeit sind und
die Bahn der Elektronen im Atom erst dadurch entsteht, dass wir sie beobachten.

Auch die auf den Erkenntnissen des Physikers Jean E. Charon basierende Informations-Theorie baut auf einer völlig anderen Sichtweise auf: Information ist der Urstoff des Universums. Informationen sorgen dafür, dass Kommunikation stattfindet und erst dadurch die Voraussetzung geschaffen wird, dass durch Beziehungen und immer neue Verknüpfungen zwischen allen Dingen mehr Komplexität entsteht. Damit haben wir sehr wahrscheinlich auch die Frage beantwortet, nach welchem Plan die Evolution die Weiterentwicklung des Lebens betreibt.

Um zu verstehen, wie Bewusstsein mit Information und Energie bzw. mit Materie zusammenhängt, sind zunächst einmal folgende Erkenntnisse von grundlegender Bedeutung:

  • Materie entsteht direkt aus Energie. Das haben Experimente des CERN gezeigt.

  • Materie (charakterisiert durch die Masse) kann in Energie bzw. in Bewegung umgewandelt werden (Albert Einstein).

  • Energie ist Information, denn Materie ist Form und damit Information (Weizsäcker).

  • Information kann in Energie umgewandelt werden (Masaki Sano, Universität Tokio, 2010).

SO ENTSTEHT + WIRKT BEWUSSTSEIN:

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Bei allen geistigen Prozessen wie Gedanken oder Gefühlen handelt es sich um Informationen, aus denen die biologischen Programme zusammengesetzt sind. Teil dieser biologischen, im Gen-Code gespeicherten Programme, sind individuelle Eigenschaften sowie Verhaltensmuster. Daraus ergibt sich, dass Bewusstsein nur auf der Grundlage von Informationen entstehen kann.

Wichtige Einflussfaktoren und Bestandteile des Bewusstseins, die ebenfalls auf Informationen beruhen, sind Erfahrungen, Prägungen, Fähigkeiten und Wissen. Ebenso basieren alle gesundheits- und lebenserhaltenden Prozesse in einer Zelle auf Programmen, die von Informationen gesteuert werden. Diese Programme können über das Bewusstsein beeinflusst oder verändert werden, was jedoch eine Erweiterung des Wissens voraussetzt.

Die von Informationen gesteuerten Programme erzeugen im menschlichen Organismus biochemische Reaktionen, die das Leben bzw. die Energie in jeder Zelle aufrechterhalten. Stress sowie das damit zusammenhängende Burnout-Syndrom entsteht vor allem dadurch, dass Betroffenen ihre individuelle Lebensenergie überfordern.

Langjähriger Stress fhrt auf sehr direktem Weg dazu, dass unsere Zellen schneller degenerieren und absterben. Ein klarer Nachweis, wie seelische Belastung negative körperliche Effekte verursacht. (Prof. Sonja Entringer, Institut für Medizinische Psychologie, Berlin)

Dass Informationen eine kinetische Energie besitzen, zeigt sich z.B., wenn man vom Tod eines geliebten Menschen erfährt. Dies kann zu Schockzuständen oder anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Eine genau entgegengesetzte Reaktion erfolgt auf besonders erfreuliche Nachrichten, die den Menschen in eine Stimmung versetzen, dass man glaubt "Bäume ausreißen" zu können. Damit wird deutlich, dass bei der Übertragung von Informationen immer auch Energien auf den Menschen einwirken, die zu biologischen Veränderungen im Organismus aber auch zu konkreten Verhaltensreaktionen führen.

Als ein wichtiges Fazit gilt deshalb festzuhalten: Nur über eine aktive Selbstoptimierung können gesundheitliche Verbesserungen erreicht werden, die damit auch mehr Lebensenergie bedeuten.

Die Suche nach Lebensenergie wird in den kommenden Jahren den Lebensstil der Menschen entscheidend beeinflussen und gesund oder krank neu definieren. (Zukunftsinstitut, Megatrend Dokumentation)

PHÄNOMENE DES BEWUSSTSEINS:

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Bewusstsein ist zunächst einmal eine geistige Entität - wir können es nicht messen, nicht greifen oder sichtbar machen. Es handelt sich somit um ein Phänomen, das wir physisch nicht wahrnehmen können und das deshalb auch im Alltag eine eher untergeordnete Rolle spielt

Eine interessante Frage ist also, welche Rolle spielt Bewusstsein innerhalb der evolutionären Prozesse? Fakt ist, dass sich die Komplexität des Lebens seit Beginn des Universums exponentiell erhöht hat. Dies bedeutet, dass sich in dieser Zeit auch die Menge der Informationen exponentiell vermehrt hat. Die Evolution kann deshalb auch als ein fortwährendes Anwachsen der Informationsmenge im Universum interpretiert werden. Insofern liegt der Gedanke nahe, dass dieser „Wachstumsprozess“ Teil eines kosmischen Masterplans ist, der das Ziel verfolgt, die Weiterentwicklung des Lebens im gesamten Universum sicherzustellen und zwar auf allen Ebenen.

Wie im ersten Kapitel
ZUM THEMA BEWUSSTSEIN ausgeführt, besteht der Mensch, ebenso wie das gesamte Universum, aus Informationen. Insofern ist es mehr als wahrscheinlich, dass es auch in Bezug auf die menschlichen Eigenschaften viele wichtige Übereinstimmungen mit den „Eigenschaften“ des Universums gibt und auch der Sinn des Menschen dem des Universums entspricht: dafür zu sorgen, dass immer mehr mehr neue Informationen - z.B. in Form von neuen Ideen, Erfahrungen oder Wissen - produziert werden. Dieser Zusammenhang macht u.a. auch deutlich, warum Kreativität und Innovationsfähigkeit für die Zukunftsfähigkeit der Menschen von so herausragender Bedeutung ist.

Zum Anderen besitzen Infos besondere Eigenschaften, insbesondere ihre Unzerstörbarkeit und sodass sie zeitlich unbegrenzt exisitieren. Diese Aspekte führen zwangsläufig zu einem neuen Verständnis, vor allem in Bezug auf die Begrenztheit des menschlichen Lebens. Wenn es also „unsterbliche“ Informationen sind, die unser geistig-seelisches ICH ausmachen, dann ist unser psychisches ICH logischerweise auch unsterblich. D.h., diese ICHs mit ihrer individuellen Identität und all ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und Eigenschaften würden zeitlich unbegrenzt weiter existieren und sich sehr wahrscheinlich auch auf dieser ewigen Seins-Ebene weiterentwickeln.

WAS KÖNNTE EIN NEUES WELTBILD VERÄNDERN?

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Es dürfte unstrittig sein, dass jede Erweiterung des Wissens auch das, was wir Horizont nennen, erweitert. Dadurch ergeben sich nicht nur neue Perspektiven, sondern es entstehen auch erweiterte Denk- und Handlungsoptionen, die den Menschen ein zusätzliches Stück der Welt verfügbar machen.

Am Ende des vorigen Kapitels wird bereits darauf hingewiesen, dass die individuelle Identität eines ICHs aus unzerstörbaren Informationen gebildet wird, die zeitlich unbegrenzt weiter existieren. Dies bedeutet mit anderen Worten, dass unser "geistiges ICH" auch nach dem körperlichen Tod nicht nur vollständig erhalten bleibt, sondern auch unendlich lange weiter existieren würde.

Sich diese Sichtweise zu eigen zu machen, würde das Bewusstsein verändern, und hätte somit auch tiefgreifende Rückwirkungen auf das jetzige Leben. An die Stelle des Todes würde die Transformation des Seins treten, die gleichbedeutend mit einem Abschied auf Zeit wäre.

Ein solches Menschen- und Weltbild würde - ähnlich wie dies auch durch die Aufklärung nach 1700 geschehen ist - auf allen Ebenen zu einem Paradigmenwechsel führen.

Krankheit ist das Endprodukt eines Bewusstseins, das nicht weiß, wie Zellen regeneriert werden und gesund bleiben können.
American Association of Ayurvedic Medicine